Alles Geschichte - Der History-Podcast

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Hinter allem steckt Geschichte und wir erzählen sie euch - euer History-Podcast.
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Résumé de l'épisode

Diese Episode des History Podcasts beleuchtet die Ära des „Roten Wien“ nach dem Ersten Weltkrieg. Nach einer Phase extremer Not, Hunger und Wohnungsnot gelang es der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, durch innovative Finanzierung mittels Luxussteuern ein umfassendes Sozialprogramm zu realisieren. Im Zentrum stehen die monumentalen Gemeindebauten wie der Karl-Marx-Hof, die nach dem Prinzip „Licht, Luft und Sonne“ errichtet wurden und als Symbole eines neuen Klassenbewusstseins dienten. Der Bericht analysiert zudem die inneren Widersprüche dieser Ära, einschließlich des aufkommenden Antisemitismus innerhalb der Arbeiterbewegung sowie die politische Radikalisierung durch rechtsgerichtete Kräfte. Das Ende des Roten Wien wird mit dem Aufstieg des Austrofaschismus und der gewaltsamen Zerschlagung des Schutzbundes im Jahr 1934 beschrieben. Trotz dieses historischen Endes bleibt das Wiener Modell des sozialen Wohnens ein international beachtetes Vorbild für moderne Stadtplanung.

Chapitres

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Moments clés

Wir haben die Situation unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, die eine Situation einer humanitären Katastrophe ist. Also die entsprechende Phrase, die man überall lesen kann, die man überall hört, ist, eine Stadt stirbt.

00:03:49 · Der Historiker beschreibt den Zustand Wiens nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Man nennt das Ehrenhof, ein Wort aus der Schlossarchitektur. Hinzu kommt noch, dass ja ein Schloss mehrere Flügel hat.

00:08:19 · Die Museumskuratorin erläutert die prachtvolle Architektur des Karl-Marx-Hof.

Das Rote Wien baute nicht einfach nur Wohnungen, um eine Not zu lindern. Die Arbeiterklasse sollte ein neues Klassenbewusstsein vermittelt bekommen.

00:11:49 · Der Podcast beschreibt die ideologische Absicht hinter den Gemeindebauten.

An der Basis ist der Antisemitismus in die Arbeiterschaft genauso eingedrungen.

00:17:33 · Der Historiker weist auf die problematische Verbreitung antisemitischer Tendenzen innerhalb der eigenen Partei hin.

Am 12. Februar 1934 verschanzten sich Schutzbündler in den Gemeindebauten. Das Regime ließ die Armee Kanonen auffahren und auf den Karl-Marx-Hof und andere Häuser schießen.

00:19:58 · Die Erzählung beschreibt das gewaltsame Ende der sozialdemokratischen Ära durch den Austrofaschismus.

Épisodes

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IM BAUCH DER GROßSTADT - Wiens neue Wohnwelt

Diese Episode des History Podcasts beleuchtet die Ära des „Roten Wien“ nach dem Ersten Weltkrieg. Nach einer Phase extremer Not, Hunger und Wohnungsnot gelang es der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, durch innovative Finanzierung mittels Luxussteuern ein umfassendes Sozialprogramm zu realisieren. Im Zentrum stehen die monumentalen Gemeindebauten wie der Karl-Marx-Hof, die nach dem Prinzip „Licht, Luft und Sonne“ errichtet wurden und als Symbole eines neuen Klassenbewusstseins dienten. Der Bericht analysiert zudem die inneren Widersprüche dieser Ära, einschließlich des aufkommenden Antisemitismus innerhalb der Arbeiterbewegung sowie die politische Radikalisierung durch rechtsgerichtete Kräfte. Das Ende des Roten Wien wird mit dem Aufstieg des Austrofaschismus und der gewaltsamen Zerschlagung des Schutzbundes im Jahr 1934 beschrieben. Trotz dieses historischen Endes bleibt das Wiener Modell des sozialen Wohnens ein international beachtetes Vorbild für moderne Stadtplanung.

09 oct. 2026
562-

IM BAUCH DER GROßSTADT - Die Zeit der Schlafgänger

Diese Episode des History Podcasts „Alles Geschichte“ beleuchtet die prekären Wohnverhältnisse der städtischen Unterschichten im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Anhand von Quellen wie den Autobiografien von Adelheid Popp und Berichten des Historikers Stefan Fisch wird das Leben in den überfüllten Mietskasernen von Städten wie München und Berlin analysiert. Im Fokus steht das Phänomen der Schlafgänger – Personen, die lediglich ein Bett für einzelne Stunden mieteten, um die extrem hohen Mieten zu finanzieren. Der Podcast beschreibt die sozialen Folgen dieser Wohnnot, von hygienischen Katastrophen bis hin zur Zerstörung des Familienlebens durch das Untermieterwesen. Zudem werden die politischen Barrieren der damaligen Zeit sowie die Entstehung von Ledigenheimen und Baugenossenschaften als Versuche zur Verbesserung der Situation thematisiert.

09 oct. 2026
561-

IM BAUCH DER GROßSTADT - Als Städte zu Riesen wurden

Dieser Podcast aus der Reihe „Alles Geschichte“ beleuchtet die rasante Transformation Münchens im 19. Jahrhundert von einer idyllischen Residenzstadt zu einer modernen Industriemetropole. Die Episode beschreibt den massiven Bevölkerungszuwachs, die damit einhergehende Urbanisierung und die sozialen Herausforderungen wie Slumbildung, Wohnungsnot und prekäre hygienische Zustände in Arbeitervierteln. Gleichzeitig wird der technologische und infrastrukturelle Fortschritt thematisiert, von der Einführung der Kanalisation durch Max Pettenkofer bis hin zur Elektrifizierung und dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Der Podcast zeigt auf, wie München versuchte, die Probleme der Industrialisierung – wie Smog und soziale Ungleichheit – durch stadtplanerische Maßnahmen und technologische Innovationen zu bewältigen, während die Stadt gleichzeitig ihr kulturelles Erbe als Kunstmetropole bewahrte.

09 oct. 2026
560-

VERSCHICKTE KINDER (2/2) - Das Kinderkurwesen der DDR

Dieser Podcast thematisiert das staatliche Kinderkurwesen in der DDR, bei dem Millionen von Kindern zur gesundheitlichen und ideologischen Erziehung in Heime geschickt wurden. Zeitzeugen berichten von traumatischen Erfahrungen durch starre Strukturen, Zwang beim Essen und psychischer Gewalt, die oft zu langfristigen psychischen Folgen führten. Zudem werden die Schwierigkeiten der historischen Aufarbeitung beleuchtet, da viele Akten vernichtet wurden. Während die Verschickungspraxis in der BRD systematisch untersucht wird, fehlen für die DDR-Kurkinder institutionelle Anlaufstellen und wissenschaftliche Untersuchungen.

03 oct. 2026
559-

VERSCHICKTE KINDER (1/2) - Verschickungsheime in der BRD

Dieser Podcast beleuchtet die Geschichte der Kinderkuren und Verschickungskinder in Deutschland zwischen 1945 und 1990. Er thematisiert die medizinischen Hintergründe sowie die traumatischen Erfahrungen durch Trennung von den Eltern, strenge Disziplin und Gewalt in den Heimen. Zudem werden die persönlichen Folgen der Gewalt für Betroffene sowie die Reaktionen kirchlicher Institutionen wie der Diakonie beschrieben. Die Episode unterstreicht die Notwendigkeit einer intensiven Aufarbeitung, staatlicher Unterstützung für Anlaufstellen und weiterer Forschung zur Rolle der Kindheit im deutschen Wohlfahrtsstaat.

03 oct. 2026